Mittwoch, 26. März 2008

Keinmal die Nummer 27 süß-sauer

Seit mehreren Wochen herrschen Unruhen im tibetischen China. Immer wieder wird über einen Boykott der Olympischen Spiele in Peking diskutiert. Das ist doch Schwachsinn, also bitte. Jetzt haben sich hochtalentierte Sportler jahrelang mit Doping vollgepumpt und das soll jetzt alles umsonst gewesen sein? OK, für die Deutschen würde eine Nicht-Teilnahme den Medaillenspiegel vermutlich auch nicht schlechter aussehen lassen...

Ausländische Journalisten mit unabhängigen Meinungen wurden des Landes verwiesen, demzufolge müssten alle Bild-Reporter noch vor Ort sein.
Hat man nicht schon versagt, wenn man ausländsiche Reporter weggeschickt hat? Jetzt wird den heimsichen Chinesen im Staatsfernsehen weiterhin Frieden propagiert und uns gleich mit. Applaus, Applaus!

Das hochmoderne China soll uns im Sommer 2008 präsentiert werden. Mit seiner modernen Architektur und einer demokratischen Lebensfreude. Es ist halt ungünstig, wenn ein halbes Jahr vorher die ganze Welt kritisch auf China schaut, weil das Land offenbar nicht sooo demokratisch ist.

Einen Boykott der Spiele halten sämtliche Verantwortliche für unwahrscheinlichen Unsinn. Vertritt der IOC etwa nicht mehr die Menschenrechte? Gehört zu diesen nicht die Religionsfreiheit? Es ist ja auch verboten im Rahmen der olympischen Spiele politische Statements abzugeben. Ist das in diesem umstrittenem Fall noch denkbar, soll einfach weitergemacht werden wie bisher? Diese Fragen werden im Kreis der Verantwortlichen abschweifend beantwortet oder auch gar nicht.
Too bad, International Olympic Committee, you lost your authenticity!

Schon bei der Vergabe an Peking schlossen IOC-Mitglieder die Augen, man sah nur das wirtschaftliche Potenzial Chinas. Genau da ist das Problem für einen Boykott. Die Chinesen sind mittlerweile eine Gefahr für die westliche Welt. Man sollte nicht permanent über die Nordkoreaner und die Iraner schimpfen. Die steigende Wirtschaftsmacht Chinas wird langfristig gesehen einen viel größeren Konflikt herbeiführen. Die westliche Welt kann es sich quasi gar nicht leisten in Form eines Boykotts die Chinesen vor den Kopf zu stoßen. Das wurde alles zu spät erkannt bzw. wurde noch gar nicht erkannt.
Auf der anderen Seite: Wenn eine Macht wie China so schwach ist, dass es im eigenen Land Schwierigkeiten mit den Tibetern hat, warum sollte ein geballter Westen dann zu schwach für China sein?

Dass der olympische Gedanke nicht mehr vorhanden ist, das ist schon länger bekannt, doch so wird das alles zur Farce.
Jeder kann sich, und sollte sich sogar, zu dieser Boykott-Frage eine Meinung bilden, es hat sogar jeder die Chance während den Olympischen Spielen in Peking nicht auf ARD und ZDF zu schalten. Außerdem kann man seinem Boykott kundtun, indem man dieser Tage nichts beim Chinesen um die Ecke bestellt und den Karatekurs unverzüglich abbricht.

PS: An dieser Stelle erinnere ich noch gerne an die Olympischen Spiele 1936.

Kommentare:

Novem hat gesagt…

Also als erstes: "wurden aus dem Land verweist" *ganz laut AUA schrei*

Und nun meine Meinung: Den Boykott sehe ich auch als Sinnlos an, finde die Entscheidung des ICO schon katastrophal die Spiele in China zu machen, wo als nächstes USA? Ne hatten wir schon, hm 36 hats ja auch in Nazideutschland geklappt, dann wirds wohl auch in Chhina klappen klar, wenn man genauso die Augen zu macht wie damals klappt das wunderbar, man muss halt sich die Hände rechts und Links vor die Augen halten, damit man nur die Spiele sieht und nich das was drum herum passiert.
Als nächster Austragungsort wird dann Nordkorea bestimmt, die können auch ganz nett sein, wenn man ihnen die Stiefel leckt, bravo, weiter so.

Marcel Emmerich hat gesagt…

Hä? ;-)

Novem hat gesagt…

Ohje, ich erklärs dir am Freitag wenn du kommst^^