Mittwoch, 23. April 2008

Schade(n)

An dieser Stelle ist es mal wieder an der Zeit ein paar Glückwünsche auszusprechen. Wir sprechen über die US-Wahlen. Gestern gewann Hillary Clinton die Wahl in Pennsylvania überraschend klar.
Jetzt könnte man ihr natürlich Glückwünsche aussprechen, doch das wäre Quatsch und würde so ablaufen: "Alles Gute, Frau Bill, äh, Hillary Clinton. Ich freue mich für Sie, dass Sie einen Sieg in Pennsylvania einfahren konnten. Das ist schön. Tut mir leid, dass sie trotzdem nicht gegen John McCain antreten werden."
Oder man sagt zu Barack Obama: "Hey, Barack. Du hast zwar verloren, wirst aber voraussichtlich dennoch Kandidat deiner Partei. Glückwunsch."

Das ist aber alles Unfug. Denn eigentlich können die Glückwünsche nur einem gelten - John McCain: "Alles Gute, John! Du hast zwar nichts mit Pennsylvania zu tun gehabt, trotzdem gratuliere ich dir zu deinem zukünftigen Posten als Präsident der USA. Glückwunsch."

Die US-Demokraten haben es geschafft eine ihrer größten Chancen auf das Weiße Haus fast zu vernichten. Es wäre wohl der historischste Sieg für die Demokraten geworden, jetzt könnte es die historischste Niederlage werden. Sie erinnern sich an die Bundestagswahl 2005? Da gabs ein ähnliches Bild mit der CDU. 2002 eigentlich auch.

Die beiden übrigen Kandidaten werden bis zum Schluss um jeden Wähler ringen - mit extremen Methoden. Das gute Image könnte nach und nach dahinbröckeln.
Die Partei um Howard Dean hat es nicht geschafft die erfahrene, machtbewusste Hillary Clinton aus dem Rennen zu hieven.
Hillary Clinton ist immer noch der Meinung, sie könne es schaffen. Rechnerisch eigentlich nur durch die Superdelegierten, aber es ist äußerst selten, dass sich diese über den Willen der Wähler stellen. Doch Hillary Clinton erwartet genau dies.

Das ist natürlich auch eine Art von Demokratie ...

Hillary Clinton würde sich und der Partei einen gefallen tun, wenn sie sich bei ihrer nächsten Niederlage aus dem Rennen verabschieden würde.
Aber weshalb so früh? Sie hat ja gestern doch wieder gewonnen - das ist sehr richtig. Hillary Clinton hat die Wahlen in Pennsylvania gewonnen, nicht Barack Obama, nicht die USA, nicht die Demokraten, nur Hillary Rodham Clinton, ihr Ego und John McCain.

Gratulation.

Kommentare:

Novem hat gesagt…

Der letzte Satz hat mir richtig gut gefallen, so siehts nämlich aus.
Die USA haben dann die selbe Marionette wie Russland an der "Macht" nur diesmla musste nichmal jemand betrügen.

Anonymous hat gesagt…

marius meint:

ich habe den text nichtmal gelesen jedoch würde ich gerne meinen senf auch dazugeben!