Sonntag, 29. März 2009

Blog-Tickets!

Auch bei diesem Mal verlosen Die Grünen wieder Blog-Tickets für ihre Bundesdelegiertenkonferenz. Beim letzten Mal im Januar hatte ich das große Vergnügen ein Teil der Aktion zu sein und kann das allen nur empfehlen. Ich fand es sehr interessant einen Parteitag mal außerhalb der Tagesschau zu sehen; mit einem Blick hinter die Kulissen. Die Möglichkeit mit SpitzenpolitikerInnen zu sprechen bekommt man ja auch nicht alle Tage. Deswegen verweise ich mit voller Überzeugung, trotz der Kritik aus dem Hause Schraven, auf die Aktion.

Samstag, 28. März 2009

Da tanzt der Beer

Angelika Beer von den Grünen, die während der BDK in Dortmund natürlich auch hier begleitet wurde, ist jetzt aus der Partei ausgetreten. Das finde ich jetzt nicht sooo überraschend, nachdem sie nach zig Wahlgängen nicht mal in die Nähe einer Kandidatur kam. Eigentlich kommt die Reaktion viel später als ich sie erwartet hatte.

Mittwoch, 25. März 2009

Goldener Windbeutel 2009

Manche würden sagen, ich wollte es nur spannender machen, andere wiederum wissen, dass ich es einfach vergessen habe. Foodwatch hat mit der Aktion "Der Goldene Windbeutel" die dreisteste Werbelüge 2009 gesucht - und gefunden und gekürt. Gewonnen hat mein Favorit, nämlich das allseits bekannte Produkt mit den "Abwehrkräften". Mit überragenden 47 Prozent konnte Danone den Sieg für sich verbuchen. Laut Insiderkreisen wurde dies auch gefeiert, mit Actimel bis ins Delirium. Auch interessant ist die Liste der Nominierten auf der Seite, in der Foodwatch die Reaktionen der Hersteller veröffentlicht.
So reagiert Unilever [Der Hersteller der Bertolli-Pesto] auf die abgespeist-Aktion:
Laut Bertolli erwartet „der deutsche Verbraucher“ einen ganz bestimmten Pesto-Geschmack. Darum würde Bertolli hauptsächlich das geschmacksneutrale Sonnenblumenöl verwenden. Beworben wird trotzdem das Olivenöl. Bertolli scheint sich also sicher zu sein, „den deutschen Verbraucher“ viel besser durchschaut zu haben als er sich selbst: Wer sich für Pesto mit Olivenöl und Pinienkernen entscheidet, will eigentlich Sonnenblumenöl und Cashewnüssen – auch wenn er es selbst gar nicht weiß? Hier sollen Verbraucher offenbar einfach nur für dumm verkauft werden.

Autos, die Deutschland retten

Der Favorit für das Wort des Jahres ist heute mal wieder in aller Munde. Die Bundeskanzlerin und ihr Vize-Frank haben sich heute dazu entschlossen, die Abwrackprämie zu verlängern. Da die Prämie zunächst für 600 000 Altfahrzeuge kalkuliert wurde, und davon schon 570 000 genutzt wurden, hat sich die Bundesregierung darauf verständigt das Fördergeld weiter fließen zu lassen. Dem Projekt wird ein sehr hoher Erfolg attestiert, der unter anderem mit dem 21,5-prozentigen Anstieg der Neuzulassungen im Vergleich zum Vormonat belegt wird. Frank-Walter Steinmeier sieht die Abwrackprämie als "Erfolgsgeschichte" an, die tausende Arbeitsplätze sichere. Vor allem damit brüstet sich die Bundesregierung.
Für Spiegel Online hat Alfret Schmitt, Chef des Heidelberger Marktforschers Impulse, analysiert, welche Automarken seit Januar 2009 stark zugelegt haben. Spitzenreiter ist Daihatsu (plus 230,5 Prozent), gefolgt von Hyundai (plus 198,8 Prozent) und Lada (plus 175,8 Prozent). Erst auf Platz 8 findet sich dort mit Opel ein deutscher Automobilhersteller. Wie sehr dann noch Arbeitsplätze im Land gesichert werden, ist mir ein Rätsel. Von gesicherten Arbeitsplätzen zu sprechen ist einfach gelogen. Viele Jobs der Auto-Branche werden nur aufgrund der andauernden Kurzarbeit aufrechterhalten.
Zudem haben andere Hersteller wie BMW oder Daimler nicht so einen sprunghaften Anstieg vorzuweisen, also setzt sich der angesprochene Erfolg auch hier nicht durch. Natürlich finde ich es gut, dass die meisten Autos Kleinwagen sind und keine großen Drecksschleudern. Doch allein die Tatsache, dass man sich auch weiterhin einen Porsche Cayenne prämieren lassen darf, demonstriert einen der großen Fehler dieser Republik und zieht den Namen Umweltprämie so in den Dreck wie es nicht mal ein Roland Koch könnte. Diese Prämie ist nicht für die Zukunft, sie ist für die Vergangenheit. Sie knüpt ungefähr da an, wo der Charakter der Krise begonnen hat. An Überheblichkeit, Nicht-Nachhaltigkeit1. und Gewissenslosigkeit - in einem Wort: Porsche Cayenne. Was für ein Weg aus der Krise.
Was passiert nach der Abwrackprämie? Dann macht es also klick und die Krise ist vorbei. Wenn sie dann mal nicht erst richtig ins Rollen kommt, schließlich ist die Krise noch nicht bei allen angekommen. Erst wenn dies der Fall ist, hat dieses Land ein gehöriges Problem. Dann kratzen wir wieder an der 5 Millionen-Arbeitslosen-Schwelle. Dann gibts keine Prämie mehr für Autos und der Markt wird wohl auch mal satt sein und dann ist davon auszugehen, dass gerade die Kleinwagenhändler gewaltige Umsatzeinbrüche verkraften werden müssen, Einbrüche wie sie sich ohne Abwrackprämie nicht hätten erträumen können. Dann ist Deutschland ein Hochhaus voller Probleme, welchem es hoffentlich nicht ergeht wie diversen Stadtarchiven am Rhein. Und dann, in diesem Herbst, wollen CDU/CSU und FDP regieren? Ich hol schon mal den Bagger.

Auf dass Zahnbürsten schön prämiert werden.

1. Die deutsche Sprache verfügt offensichtlich nicht über ein Antonym zu "Nachhaltigkeit". Außer eben Porsche Cayenne.

Montag, 23. März 2009

Im Spiegel

Heute war eine Ausgabe des Spiegels an mich adressiert im Briefkasten. Wieso?

Da ich Abonnent des NEON-Magazins und gleichzeitig begeisterter Leser des Magazins bin, habe ich vor wenigen Wochen einen Brief der deutschen Post bekommen, bzw. Deutsche Post Service oder so ähnlich. In dem Schreiben wurde ich darum gebeten, dass ich mich telefonisch melde, damit man Rückfragen klären könne. Da das Abo bald auslaufen könnte, dachte ich mir, dass es bestimmt darum ginge. Falsch gedacht. Im Telefonat wurde ich dann lediglich gefragt, wie mir die Zeitschrift gefalle und ob ich mit dem Abo zufrieden sei, was ich teils bejahte, da es mich stört, dass der Adresskleber immer auf dem Titelblatt ist - der gehört auf die Rückseite! Kurz darauf waren wir dann schon beim Thema Angebot. Ich könne jetzt eine beliebige Zeitschrift 12 Monate ordern, wobei ich die ersten drei Monate kostenlos, die nächsten neun günstiger erhielte. Da ich auf so etwas grundsätzlich eher reserviert reagiere, habe ich mal ungefähr unbeeindruckt reagiert. Die Dame fragte dann, welcher Themenbereich mich denn besonders ansprechen würde, ich antwortete "Politik" und sie hakte weiter nach mit: "Focus? Stern? Spiegel?". Dabei ist es witzig den Stern und den Focus überhaupt dem Themenbereich Politik zuzuordnen. Ich entgegnete der Frau mit den Worten: "Am ehesten noch den Spiegel.", was auch mein Fehler war, wie sich herausstellen sollte, aber zunächst mal weiter im Text. Danach sagte sie mir, dass ich noch Post bekommen würde, in welcher dann nochmal genau beschrieben sei, wie viel das Ganze kostet, etc. Damit war ich auch einverstanden. Ich dachte mir, das könne man sich ja mal durchlesen. Am Ende des Telefonats gab es jedoch eine überraschende Wendung:
Ich: "Auf Wiedersehen und schönen Tag noch!"
Sie: "Ihnen auch. Vielen Dank und viel Spaß mit dem Spiegel-Abo!"
WAS!?
Ich war dann doch etwas überrascht, war mir aber sicher, dass sie das meinte, falls ich mich dafür entscheiden sollte. Das war natürlich Quatsch. Wenige Tage bekam ich Post, in dem Brief wurde mir zum Abo gratuliert und mein Vertrag erklärt, aus dem ich nicht mehr heraus könne. Als aufmerksamer Schüler des Wirtschaftslehre-Unterrichts, weiß ich natürlich, dass ich gar nicht das Recht habe solche Verträge abzuschließen. Also hab ich meine Mama anrufen lassen, die hat das dann auch mal schnell erledigt. Doch was wäre, würden wir die Zeit um genau 50 Nächte vordrehen? Dann wäre ich in voll geschäftsfähig und in einem Vertrag gefesselt, den ich nicht abgeschlossen habe. So nah hab ich die Methoden noch nicht erlebt und frage mich daher, wie man es als PolitikerIn für richtig halten kann, dass Menschen telefonisch in der Lage sein können Verträge abzuschließen. Das gehört schlicht und einfach verboten!

Da die Bestellung trotzdem schon abgesendet war, habe ich jetzt eine Ausgabe bekommen. Ich soll sie als kostenlose Probeausgabe betrachten. Nett.

Sonntag, 22. März 2009

Geil, ein Amoklauf, oder was?

Die wohl schlechteste Reporterin im Kreise der Winnenden-"Journalisten" heißt wohl Sarah Jovanovic, deren Auftritt für so ziemlich alles steht, was die deutsche Nachrichtenbranche nicht ist. Nämlich überaus kompetent.

Samstag, 21. März 2009

Ich bin wieder hier

Seit Tagen herrscht hier mal wieder Ruhe. Obwohl mich viele Themen in den letzten 10 Tagen beschäftigt haben bin ich nicht dazu gekommen etwas darüber zu schreiben. Da war der unsinnige Vorschlag von Uli Hoeneß, der eine Fußball-GEZ einführen möchte. Na klar, jeder soll mal eben zwei Euro für die Bundesliga zahlen. Und wer nicht guckt, ist selber schuld.
Die jetzt fast schon traditionell-doofen Bemerkungen des Papstes, der aktuell der Meinung ist, dass Kondome Aids fördern. Da fragt man sich doch was der alte Mann aus dem Vatikan schluckt und möchte Benedikts Hirn irgendwie fördern. Ich hab mir da mal so ein paar Gedanken gemacht und kann mir vorstellen wie der alte Mann das meint: Der Erreger wird einfach auf die Spitze der Kondome gesetzt, um dann die Krankheit übertragen zu können. Das Ganze gibt es aber nur in Afrika und nennt sich nicht "Billy Boy" sondern "Billy Pope".

Dann waren da noch die Medien, die mit ihrer Berichterstattung zum Amoklauf nicht nur einmal die Grenze überschritten haben. Da hab ich mich jetzt aber schon so oft im Privaten ausgelassen, dass ich hier einfach auf das Medienmagazin ZAPP verweise:



Mittwoch, 11. März 2009

Tim K.

Nur wenige Kilometer von mir entfernt passierte heute diese schreckliche Tragödie. Ein Thema, das in den Boulevardmedien ohne Fingerspitzengefühl behandelt wird. 16 Menschen starben, darunter ist auch der Täter, sein Name ist Tim K. Die ganzen Berichte über Tim K. lesen sich diesmal aber etwas anders als bei den "üblichen" Amokläufern. K. besitzt einen Realschulabschluss an der jetzt bekannten Albertville-Schule und begann eine Ausbildung. Außerdem hatte er soziale Kontakte und war als erfolgreicher Tischtennisspieler bekannt. Dieses typische "Ich-rechne-mit-der-Welt-ab"-Schema gibt es in diesem Fall elf Stunden nach der Tat nicht.

Es gibt viele Fragen, die man sich nach so einem Tag stellt. Dabei ist die größte und komplexeste der Fragen: warum? Doch diese lässt sich nicht beantworten, da es für solch schreckliche Tat eigentlich keinen Grund gibt und es doch so viele geben kann. Den beliebtesten Grund der Medien, nämlich die "Killerspiele" halte ich für keinen, ergo bin ich auch gegen unangemessene Verbote dieser Spiele. Was ich mir aber vorstellen könnte ist, dass bei manchen instabilen Menschen durch "Killerspiele" die Hemmschwelle abnimmt und zwar dann, wenn die Tat schon im Gange ist. Nach was soll man sich auch richten, wenn man gerade verfolgt wird, da kann man quasi nur die Erfahrungen aus den Spielen nutzen, welche einen dann schwieriger zur Vernunft bringen lassen.
Andere Gründe weswegen Jugendliche zu solchen Waffen greifen können soziale, finanzielle, emotionale und/oder psychische Probleme sein, dass diese von Mitmenschen erkennbar sind, kann sein, jedoch hat dies etwas von Brandmarkung, darüber hinaus ist nicht jeder Auffällige gleich ein potentieller Amokläufer. Hier sollte man Vorsicht walten lassen, aber nicht wegschauen. Manche Personen suchen Hilfe, suchen Kontakt zu anderen Menschen, werden allerdings zurückgewiesen. Von Eltern, von Schülern, von Lehrern. Mal abgesehen davon gibt es nicht viele Schülerinnen und Schüler, die ihre Probleme ins Lehrerzimmer tragen. Dass wir in Deutschland immer noch ein massives Problem mit Schulpsychologen ist beschämend für unser Land. Nach einer Studie ist Deutschland das europäische Schlusslicht. Das sieht dann wie folgt aus: Während in Italien weniger als 500 SchülerInnen von SchulpsychologInnen betreut werden, sind es in Deutschland 16500, also 33-mal so viel. Dem Bund Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) ist jedoch klar, dass jeder fünfte Schüler diese Hilfe bräuchte. Tatsächlich werden aber nur 2 bis 3 Prozent betreut - in Großstädten. In Flächenstaaten liegt der Wert lediglich bei einem halben bis einem ganzen Prozent. Hier ist also dringend Nachholbedarf.

Im Laufe des Abends nach so einer Tragödie wird immer über die Konsequenzen diskutiert. Was kann man, was soll man in Zukunft anders machen? Ich bin gegen Kameras in der ganzen Schule, da sie ein Bewegungsprofil erstellen und nicht mal vor Amok schützen. Gegen Waffendetektoren, weil man sich wie in der Schule und nicht wie in einem Hochsicherheitstrakt fühlen soll. Außerdem halte ich auch nichts davon einen Pförtner mit Schranke vor die Tür zu stellen oder den Eingang den ganzen Morgen zu verschließen. Was ich dagegen richtig finde, dass mehr Schulpsychologen eingestellt werden. Hinzu kommt noch, dass der Schuleingang nach Möglichkeit nicht direkt am Gehweg für jeden direkt zugänglich sein sollte, wie es in vielen Großstädten der Fall ist.
Generell gehe ich aber davon aus, dass wenn es jemand versucht, es dieser Person auch gelingt.

Mittwoch, 4. März 2009

Watchmen

Wie in der Sidebar ersichtlich gibt es eine neue Verleihung, nämlich die des Goldenen Windbeutels. Verleiht wird der Preis von Foodwatch. Der Verein, der vor sechseinhalb Jahren vom ehemaligen Greenpeace-Geschäftsführer Thilo Bode gegründet wurde, setzt sich mit den Rechten der Verbraucher und der Qualität von Lebensmitteln auseinander.
Ich stehe dazu, dass ich mich selbst nicht immer am gesündesten ernähre. Am Wochenende trinke ich Alkohol und lasse hauptsächlich Junkfood durch meinen Magen wandern. Und wenn die Woche dann begonnen hat, nehme ich immer noch nicht nur Bio-Lebensmittel zu mir, wenngleich ich von den Produkten überzeugt bin. Ich trinke Alkohol, esse auch gern bei McDonalds, Subway & Co und auch auf die Inhaltsstoffe achte ich eher selbst. Nun könnte man natürlich schreien, dass ich ja wohl nicht das Recht dazu habe, für Foodwatch zu argumentieren. Das sehe ich allerdings anders. Ach, echt? Nur weil ich gern bei McDonalds esse heißt das nicht, dass ich Anderes nicht schätze. Ganz im Gegenteil: Die Liste meiner Lieblingsessen sieht wie folgt aus:
Platz 1: Gulasch mit Spätzle und Salat
Platz 2: Fischfilet mit Kartoffelpüree und Spinat
Platz 3: Schnitzel mit Spätzle und Salat
Ha! Auf jeder Stufe des Treppchen ist der Salat dabei. Gut ok, der Rest erinnert jetzt vielleicht auch nicht an das Greenpeace-Magazin, aber dafür hab ich garantiert nichts mit Lidl gedealt. Im Ernst: Im Herbst 2008 beschloss die Grüne Jugend Ba-Wü, aufgrund der Tierbehandlung und des Klimawandels, dass durch Aufklärung Menschen dazu animiert werden sollten, weniger Fleisch (ob Fisch auch dabei war, kann ich gerade nicht zu 100% sagen) zu essen. Dem Antrag habe ich auch zugestimmt, ich bemühe mich auch dies so einzuhalten und verzichte hier und da, doch in der Grundschule war ich ebenso "stets bemüht" ...
Ich esse allerdings auch weniger Fleisch als viele meiner Freunde und zumindest Vegetarier und Veganer schmecken mir nicht. Fasten tue ich derzeit trotzdem nicht, einfach weil ich nicht die Selbstkontrolle dazu habe und wegen meiner fehlenden Frömmigkeit. Generell könnte ich mich aber schon besser ernähren als ich es momentan tue.
Jetzt ist Zeit wieder zurück auf Foodwatch zu kommen, ein Verein der mir gefällt und dessen Ansichten ich gut unterschreiben könnte. Zum Beispiel bin ich für die Lebensmittel-Ampel, da ich mir sicher bin, dass diese jedem helfen kann sich bewusster zu ernähren, aber darüber schreib ich wann anders.
Foodwatch kürt also die dreisteste Werbelüge von Lebensmittelherstellern, ein folgender Imageschaden ist wahrscheinlich, sodass der "Frucht-Tiger" schon reagierte. Unter den fünf Nominierten sind die Abwehrkräfte von Danones Actimel, die teurer und doppelt so süß sind als Naturjoghurte, der Bahlsen Gourmet-Genießerkuchen, der hauptsächlich Aromen und Zusatzstoffe enthält, das Biene Maja-Milchprodukt verfügt über mehr Würfelzucker als ein Liter Cola, der Frucht-Tiger, der "gesunde Durstlöscher" mit ungesunden Inhaltsstoffen und die Bertolli Pesto Verde, in der alles aber keine "original italienische Rezeptur".
Abstimmen kann jede und jeder im Netz. Hier oder eben über den Banner der links platziert ist.

Dienstag, 3. März 2009

Recht so

Nicht immer bin ich mit den Entscheidungen aus Karlsruhe einverstanden, doch heute haben die Bundesverfassungsrichter eine gutes Urteil gesprochen - zumindest in Teilen. Sie hatten entschieden, dass der Einsatz von Wahlcomputern bei der Bundestagswahl 2005 verfassungswidrig war. Damals konnten zwei Millionen Wahlberechtigte aus Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt ihre Stimme lediglich per Computer abgeben.
Ich halte nichts von Wahlcomputern, da ich der Meinung bin, dass sie nicht transparent ist. Außerdem erlebe ich Tag für Tag welche Probleme man mit einem Computersystem haben kann. Da ich nicht der einzige Computernutzer bin, sollte dieses Problem auch anderen bekannt sein. Es darf nicht sein, dass ich meine Stimme abgebe und ein Computersystem darüber entscheidet, ob diese auch gewertet wird. Etwas anderes bedeutet das nicht für mich.
Der Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, wies darauf hin, dass mit diesem Urteil Wahlcomputern nicht endgültig ein Ende gesetzt wurde. Hauptsächlich wurde die Entscheidung getroffen, da Wähler die wesentlichen Schritte der Wahlhandlung und der Ergebnisermittlung zuverlässig und ohne besondere Sachkenntnis überprüfen können müssten. Dies sei durch die aktuellen Modelle nicht gegeben. Wer versichert jedoch, dass die Ergebnisvermittlung nicht durch einen Systemfehler im Hintergrund gefälscht wird? Wie oft meldet Windows eine Fehlermeldung, die keinen Sinn ergibt? Oder wie oft habe ich Probleme mit Firefox? Und wieso ist ein Computer auf einmal total langsam, obwohl nichts geöffnet ist, es keinen Virus und auch keine Fehlermeldung gibt? Das sind alltägliche, zum Teil unerklärliche, Probleme die jeder von uns hat. Wer da ernsthaft pro Wahlcomputer ist, der sollte mal einen PC einschalten. Ich denke nicht, dass es überhaupt möglich ist eine zuverlässige Ergebnisermittlung zu garantieren. Aber genau das muss die Voraussetzung für ein demokratisches Wahlsystem sein - selbstverständlich.

Montag, 2. März 2009

Da weiß man was man hat

Einen mehr als grandiosen Text über die Eintönigkeit von Telenovelas hat Michael Reufsteck im Fernsehlexikon geschrieben. Wenn Sie mir bitte folgen würden ...