Achtung, Achtung, gleich folgt ein Witz! In einigen Wächterräten wird es zwar anders gehandhabt, aber in Wirklichkeit ist es nur ein Sparwitz: Mahmud Ahmadinedschad hat die Präsidentschaftswahlen im Iran laut Wächterrat - Vorsicht, jetzt kommt die Pointe! - rechtmäßig und demokratisch gewonnen!
Jetzt: LACHEN!
Montag, 29. Juni 2009
Eine Frage der Ente
Eine Meldung macht die Twitter- und Fußballwelt seit über vier Stunden wiedermal spannend. Sachar Kriwo (@sachark) eröffnete die Gerüchteküche mit diesem Tweet:
Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich aber erzählen. Die sagt mir, dass auch ich schon Telefonate von Spielerberatern gehört habe. Da wurden dann aber keine Namen genannt, es fielen nur Sätze wie "ich hab da nen jungen aus Afrika". Dass Spielerberater wirklich so blöd sind, dass sie in einem deutschen ICE über einen Ballack-Wechsel verhandeln kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, da ja auch kicker-Journalisten mithören könnten.
Die verlinkte Homepage auf Kriwos Twitterprofil lenkt einen dann hier her. Wenn man dann so einen Satz liest ...
Ob dieser ganzen Story vielleicht zu viel Platz in diesem Blog eingeräumt wird (oder auf Twitter) entscheidet sich morgen. Nichtsdestotrotz ist es eine schöne Geschichte bei der es interessant zu sehen sein wird wie andere Medien reagieren.
"Am Nebentisch im ICE sitzen zwei prominente Spielerberater und ein Anwalt. Sie diskutieren seit 15 Minuten einen Ballack-Transfer zum HSV."Kurz danach ging es dann hiermit weiter:
"Chelsea will ihn wohl abgeben, Ballack tendiert bei Wechsel aber eher zu Spanien (A. Madrid). HSV müsste Stammplatzgarantie bieten."Aber damit nicht genug. Der eine oder andere Haken wird auch kommuniziert:
"Gehalt hängt von den Personalien Petric, Boateng (Anfrage v. Barca), Metzelder und van der Vaart ab. Es geht also auch ohne Manager."Das Finale gibt es dann hier:
"Das Telefon des Anwalts steht nicht mehr still. Die Presse liest bei Twitter anscheinend mit. Anwalt hat noch nie was von Twitter gehört."Ich kenne Sachar Kriwo nicht, meine Nachforschungen kamen lediglich zu dem Entschluss, dass er keiner ist, der für mehr Follower anschaffen geht. Außerdem hat er auch schon 1262 Leute, die seine Tweets abonniert haben.
Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich aber erzählen. Die sagt mir, dass auch ich schon Telefonate von Spielerberatern gehört habe. Da wurden dann aber keine Namen genannt, es fielen nur Sätze wie "ich hab da nen jungen aus Afrika". Dass Spielerberater wirklich so blöd sind, dass sie in einem deutschen ICE über einen Ballack-Wechsel verhandeln kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, da ja auch kicker-Journalisten mithören könnten.
Die verlinkte Homepage auf Kriwos Twitterprofil lenkt einen dann hier her. Wenn man dann so einen Satz liest ...
"Wie leicht Word-of-Mouth-Marketing ist oder sein kann, macht WOM-Guru Martin Oetting klar. Dafür braucht man genau fünf Zutaten: ein passendes Produkt, Multiplikatoren, echten Dialog, Mitbestimmung und Werbung."... erweckt die ganze Geschichte dann doch den Eindruck eines PR-Gags. Ob dieser es auch wirklich in die Medien schaffen wird, wird sich wohl erst im Laufe des nächsten Tages zeigen. Bis jetzt gibt es jedenfalls bloß diese News-Ergebnisse.
Ob dieser ganzen Story vielleicht zu viel Platz in diesem Blog eingeräumt wird (oder auf Twitter) entscheidet sich morgen. Nichtsdestotrotz ist es eine schöne Geschichte bei der es interessant zu sehen sein wird wie andere Medien reagieren.
Sonntag, 28. Juni 2009
Wir steuern auf den Planeten Melmac zu
Fast wäre die CDU-Show gelungen. Die CDU wollte ein Bundestagswahlprogramm vorstellen das wenig Platz für Diskussionen lässt. Inhalte auf die mensch nach der Wahl festgenagelt werden kann, finden sich eigentlich nirgends. Fehler wie vor vier Jahren, als schon im Vorfeld die Mehrwertsteuererhöhung vorgebracht wurde, möchten die Christdemokraten nicht mehr wiederholen. Stattdessen sollen die Wählerinnen und Wähler beim Namen "CDU" zukünftig mindestens an "die Steuern werden nicht erhöht" denken, wenn nicht sogar an "die Steuern werden gesenkt".
Einen Strich durch die Rechnung haben jetzt jedoch zwei Ministerpräsidenten gemacht: Günther Oettinger aus Baden-Württemberg und sein Amtskollege Wolfgang Böhmer aus Sachsen-Anhalt. Beide haben nicht unbedingt für Steuerentlastungen argumentiert. So wollte Oettinger den jetzt ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent auf 16,5 % anheben, d.h. Bücher, Lebensmittel und Busfahrtscheine. Stattdessen solle in der Gastronomie weniger bezahlt werden. In seiner Partei stieß Herr Oettinger mit seinem Vorschlag auf wenig Gegenliebe, schließlich weckte er schlafende Hunde und zerstörte damit die große CDU-Show. Auch Jürgen Böhmer hilft den Planungen der CDU nicht unbedingt. Der wollte einen höheren Spitzensteuersatz für Bestverdiener, was beim CDU-Wähler auch einfach zu vermitteln ist.
Die Medien werden jetzt immer wieder die gleichen Fragen zur Finanzpolitik der CDU stellen, damit ist die Partei in einer Falle, in die Angela Merkel die CDU manövriert hat. Sie hätte das auch verhindern können, wollte sich aber nicht länger der Kritik aus dem Hause CSU aussetzen und auch die Wirtschaftsvertreter in den eigenen Reihen mussten zufrieden gestellt werden. Jetzt stecken die Christdemokraten allerdings in einem Schlamassel, da sie - wollen sie glaubwürdig bleiben - die Steuern nicht erhöhen können. Übrig bleibt ihnen nur noch die Wählertäuschung, dieser Weg wäre ohne Oettinger und Böhmer leichter gewesen.
Jetzt müssen sie nach der Wahl eine andere Möglichkeit finden ihre WählerInnen zu verarschen, denn dass der Staat es sich leisten kann, wenn bei über 86 Milliarden Euro Neuverschuldung - einem Schuldenrekord - Steuern gesenkt werden, glauben nur PolitikerInnen von einem anderen Stern. Deswegen sage ich: Alf in die CDU!
Einen Strich durch die Rechnung haben jetzt jedoch zwei Ministerpräsidenten gemacht: Günther Oettinger aus Baden-Württemberg und sein Amtskollege Wolfgang Böhmer aus Sachsen-Anhalt. Beide haben nicht unbedingt für Steuerentlastungen argumentiert. So wollte Oettinger den jetzt ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent auf 16,5 % anheben, d.h. Bücher, Lebensmittel und Busfahrtscheine. Stattdessen solle in der Gastronomie weniger bezahlt werden. In seiner Partei stieß Herr Oettinger mit seinem Vorschlag auf wenig Gegenliebe, schließlich weckte er schlafende Hunde und zerstörte damit die große CDU-Show. Auch Jürgen Böhmer hilft den Planungen der CDU nicht unbedingt. Der wollte einen höheren Spitzensteuersatz für Bestverdiener, was beim CDU-Wähler auch einfach zu vermitteln ist.
Die Medien werden jetzt immer wieder die gleichen Fragen zur Finanzpolitik der CDU stellen, damit ist die Partei in einer Falle, in die Angela Merkel die CDU manövriert hat. Sie hätte das auch verhindern können, wollte sich aber nicht länger der Kritik aus dem Hause CSU aussetzen und auch die Wirtschaftsvertreter in den eigenen Reihen mussten zufrieden gestellt werden. Jetzt stecken die Christdemokraten allerdings in einem Schlamassel, da sie - wollen sie glaubwürdig bleiben - die Steuern nicht erhöhen können. Übrig bleibt ihnen nur noch die Wählertäuschung, dieser Weg wäre ohne Oettinger und Böhmer leichter gewesen.
Jetzt müssen sie nach der Wahl eine andere Möglichkeit finden ihre WählerInnen zu verarschen, denn dass der Staat es sich leisten kann, wenn bei über 86 Milliarden Euro Neuverschuldung - einem Schuldenrekord - Steuern gesenkt werden, glauben nur PolitikerInnen von einem anderen Stern. Deswegen sage ich: Alf in die CDU!
Freitag, 26. Juni 2009
Michael Jackson (1958-2009)
Der Tod von Michael Jackson ist für mich persönlich der erste Tod eines Stars der mich in irgendeiner Weise berührt. Natürlich sind auch schon andere Prominente wie 2Pac gestorben, jedoch spielte das für mich nie so eine Rolle.
Allerdings bin ich auch kein Fan von Michael Jackson, ich besitze weder Platten von ihm noch kann ich bei seinen Hits richtig mitsingen, nichtsdestotrotz habe ich heute gemerkt, dass da ein ganz Großer die Bühne verlassen hat - kurz bevor er sie nochmals betreten wollte. Mit seiner Art Show zu machen hat er Millionen auf dem ganzen Planeten in seinen Bann gezogen. Die Form in der Michael Jackson früher seine Shows abgezogen hat gibt es heute eigentlich gar nicht mehr. Shows, die sich nur um einen männlichen Künstler drehen sind äußerst rar geworden. So spontan fällt mir auch gar keine männliche Person ein, die heutzutage das auf der Bühne verkörpert was Jacko vor 20 Jahren verkörperte. Auch wenn Michael Jackson schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr präsent ist im Showgeschäft, ist sein Tod ein herber Verlust für die Popwelt. Ihn noch einmal auf seiner letzten Tournsee zu sehen, wie er sich schlägt, das wäre doch der perfekte Abschluss gewesen für die Karriere dieses Mannes. Ein Mann, der etliche Operationen hinter sich hatte, der schon als Kind in die Showrolle gedrückt wurde, der sich verschleierte, einen Prozess überstand und und und ...
Michael Jackson hatte ein Leben zu dem auch dieser Tod passt: Tragisch und dramatisch kurz vor der Comebach-Tour nach einem Herzstillstand und dem langen Versuch der Wiederbelebung. Gründe für seinen Tod werden erst in den nächsten Tag bekannt, jedoch ist eine zu hohe Medikamentendosis eine naheliegende Diagnose.
Ob Michael Jackson die letzte Tour gepackt hätteß Ich glaube nicht, sein Tod wird eine Reaktion auf die Tour gewesein - schon im Vorfeld.
Auf der ganzen Welt trauern heute die Menschen. Radiosender spielen stündlich Hits von Jacko und auch die Musiksender änderten ihre Playlists und Programme. Aber nicht nur die: auch RTL, Das Erste, Arte, das ZDF und andere setzen heute Abend und die nächsten Tage auf Michael Jackson-Inhalte.
Die Webseiten von Viva und MTV setzten heute auf besondere Startseiten, schließlich war Michael Jackson mit seinen großen Musikvideos wie "Thriller" einer der Künstler, die mit ihren Videos Aufmerksamkeit für die Musiksender besorgten. Es wäre mal wieder an der Zeit mehr Musikvideos abzuspielen!
MTV.de:

Viva.tv:
Allerdings bin ich auch kein Fan von Michael Jackson, ich besitze weder Platten von ihm noch kann ich bei seinen Hits richtig mitsingen, nichtsdestotrotz habe ich heute gemerkt, dass da ein ganz Großer die Bühne verlassen hat - kurz bevor er sie nochmals betreten wollte. Mit seiner Art Show zu machen hat er Millionen auf dem ganzen Planeten in seinen Bann gezogen. Die Form in der Michael Jackson früher seine Shows abgezogen hat gibt es heute eigentlich gar nicht mehr. Shows, die sich nur um einen männlichen Künstler drehen sind äußerst rar geworden. So spontan fällt mir auch gar keine männliche Person ein, die heutzutage das auf der Bühne verkörpert was Jacko vor 20 Jahren verkörperte. Auch wenn Michael Jackson schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr präsent ist im Showgeschäft, ist sein Tod ein herber Verlust für die Popwelt. Ihn noch einmal auf seiner letzten Tournsee zu sehen, wie er sich schlägt, das wäre doch der perfekte Abschluss gewesen für die Karriere dieses Mannes. Ein Mann, der etliche Operationen hinter sich hatte, der schon als Kind in die Showrolle gedrückt wurde, der sich verschleierte, einen Prozess überstand und und und ...
Michael Jackson hatte ein Leben zu dem auch dieser Tod passt: Tragisch und dramatisch kurz vor der Comebach-Tour nach einem Herzstillstand und dem langen Versuch der Wiederbelebung. Gründe für seinen Tod werden erst in den nächsten Tag bekannt, jedoch ist eine zu hohe Medikamentendosis eine naheliegende Diagnose.
Ob Michael Jackson die letzte Tour gepackt hätteß Ich glaube nicht, sein Tod wird eine Reaktion auf die Tour gewesein - schon im Vorfeld.
Auf der ganzen Welt trauern heute die Menschen. Radiosender spielen stündlich Hits von Jacko und auch die Musiksender änderten ihre Playlists und Programme. Aber nicht nur die: auch RTL, Das Erste, Arte, das ZDF und andere setzen heute Abend und die nächsten Tage auf Michael Jackson-Inhalte.
Die Webseiten von Viva und MTV setzten heute auf besondere Startseiten, schließlich war Michael Jackson mit seinen großen Musikvideos wie "Thriller" einer der Künstler, die mit ihren Videos Aufmerksamkeit für die Musiksender besorgten. Es wäre mal wieder an der Zeit mehr Musikvideos abzuspielen!
MTV.de:

Viva.tv:
Montag, 22. Juni 2009
Ach, Uschi!
Nach meinem Wochenende auf dem Southside Festival in Neuhausen Ob Eck, was übrigens sehr großartig war - vor allem die Auftritte von Tomte, Culcha Candela und Lily Allen - habe ich heute nach meiner Ankunft ein kleines Stück Unterhaltung zum Thema "Zensursula" entdeckt:
Produziert ist der ganze Spaß von Rob Vegas und Oliver Kels.
Produziert ist der ganze Spaß von Rob Vegas und Oliver Kels.
Dienstag, 16. Juni 2009
Politik auf Chinesisch
Die SPD stellt sich gegen BürgerInnenrechte und sieht keinen Anlass die Internetzensur doch noch zu stoppen, stattdessen ist sie für das Stopp-Schild. Eine Partei, die in ihrer über 140-jährigen Geschichte schon häufig unter Unterdrückung, Verboten und Zensur stand richtet sich nun selbst gegen Demokratie. Von den Damen und Herren der CDU/CSU erwarte ich ja überhaupt keine Intelligenz, Vernunft oder einen Sinn für Demokratie, doch von der SPD hatte ich mir da mehr erhofft. Jetzt wird die Fraktion trotz so vieler Expertenmeinungen, trotz so vieler MitzeichnerInnen der Petition - nämlich über 133.000 - ein Gesetz durchbringen, das jeglichen Verstand des Grundrechts auf Meinungs- und Informationsfreiheit verloren hat. Das ist nicht frustrierend, nicht traurig, das ist erbärmlich und erschütternd für die Bundesrepublik.Gesucht und gefunden - und geschützt
Wer schon immer aktiv den Regenwald schützen wollte, kann das mit Forestle tun. Dies sieht dann so aus, dass pro Suche 0,1 m² des Regendwaldes geschützt werden. Allerdings muss ich dazu sagen, dass das Geld nur dann ankommt, wenn auf die Anzeigen-Links auf der Ergebnisseite geklickt wird. Die 0,1 m² sind ein eigener statistischer Durchschnittswert.
Ein Rechenbeispiel: Ein normaler Internetnutzer führt pro Jahr etwa 1.000 Suchen bei Forestle durch. Bei diesen 1.000 Suchen klickt er insgesamt 50mal auf eine Anzeige. Die dadurch generierten Einnahmen reichen aus, um circa 100 m² Regenwald zu schützen. Pro Suche werden also durchschnittlich 0,1 m² Regenwald gerettet.Wer also in Zukunft etwas Gutes tun möchte, der sucht immer mal wieder bei Forestle nach Web-Ergebnissen und klickt hier und da auf die Werbung.
Dienstag, 9. Juni 2009
Europawahl 2009
Die Europa- und Kommunalwahlen liegen hinter uns und ich ziehe mal ein paar Fazite.
Die CDU setzt sich zwar als Gewinner der Wahl in Szene und vergisst dabei ganz offensichtlich, dass die eigene Partei auch 6,6 Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Europawahl einbüßen musste. Doch gesprochen wird darüber keinswegs, stattdessen wird der Tod der SPD erklärt und die Party zur Feier der schwarz-gelben Mehrheit im September geplant.
Nach dieser Europawahl steht eine Partei so schlecht da wie noch nie: die SPD. Bei der letzten Europawahl in 2004 haben sie unter der deutschlandweiten Hartz-IV-Debatte gelitten und kamen nicht über 21,5 % hinaus. Dass sie jetzt nochmal 0,7 Prozent verloren haben, war nicht nur für die Sozialdemokraten ein Schock. Mit solch einem schlechten Ergebnis war im Vorfeld der Wahl nicht zu rechnen. Die SPD wollte mit der Wahl der Europäischen Parlaments endlich mal wieder ein Zeichen setzen, doch dies misslang gründlich. Diskussionen über die Ausrichtung der Roten lässt der Parteivorsitzende Franz Müntefering aber nicht zu. Die ehemalige Volkspartei hat damit schon die dritte herbe Niederlage im Jahr 2009 eingefahren. Zunächst die erwartete Schlappe in Hessen, wo Thorsten Schäfer-Gümbel trotz eines engagierten Wahlkampfes keine Chance hatte, und außerdem das Nachsehen in Sachen Bundespräsidentenwahl. Das Wahljahr der SPD läuft momentan alles andere als gut. Die nächsten Bewährungsproben kommen schon im August, dann müssen sich die Sozialdemokraten bei den Landtagswahlen im Saarland und Thüringen beweisen. In dem kleinen Bundesland an der französischen Grenze wird es richtig spannend, wenn es dann gegen Oskar Lafontaine und seine Linke geht.
Die Gewinner der Wahl sind wieder die kleinen Parteien, was meine Ansicht, dass es in 20 bis 30 Jahren keine Volksparteien mehr geben wird, immer wahrscheinlicher werden lässt.
Die Grünen konnten zwar nicht so stark zulegen, allerdings ist es schon ein Erfolg, dass das letzte Ergebnis bestätigt werden konnte, nein, sogar so leicht überboten, dass es für einen weiteren Abgeordneten reicht. Damit sind die Grünen die drittstärkste Kraft und können hochmotiviert in die folgenden Wahlkämpfe gehen. Was mir besonders gut gefällt, dass es tatsächlich alle drei KandidatInnen der Grünen Jugend ins EU-Parlament geschafft haben. Gratulation geht dafür von mir an Ska Keller, Franziska Brantner und Jan Albrecht!
Außerdem haben die Grünen es offensichtlich wirklich geschafft zum ersten Mal in einer Metropolstadt die stärkste Fraktion zu stellen. In Stuttgart dürften sie nach jetzigem Stand der Dinge nämlich vor der CDU stehen. Aber nicht nur dort wurden starke Kommunalergebnisse eingefahren. Auch in Freiburg, Mannheim, Heidelberg, Mainz, Dresden, Leipzig ,Weimar, Magdeburg und Halle haben die Grünen starke Ergebnisse für sich verbuchen können.
Dennoch bin ich mir sicher, dass die Grünen noch einen halben Prozenzpunkt mehr geholt hätten, gäbe es die Piratenpartei nicht. Auch die Grünen haben einen Plan für Netzpolitik, jedoch ist das Profil der Piratenpartei natürlich noch netzpolitischer. Um das zu ändern muss die grüne Partei selber noch mehr in Richtung dessen tun. Dass sie im Bundestagswahlprogramm als einzige kleinere Partei ein Kapitel nur für Medien- und Netzpolitik hat, sagt schon einiges aus über die Bemühungen der Partei.
Was ich bei diesen Wahlen wieder nicht verstehe, ist, dass es Menschen gibt, die in ihre Wahlkabine gehen und ihr Kreuzchen bei der Partei "Die Finanzkrise" machen. Die von vielen BundesbürgerInnen auch "FDP" genannte Partei erreicht 11 Prozent und konnte damit 4,9 Punkte hinzugewinnen. Das bedeutet fünf Neoliberale mehr im EU-Parlament, also insgesamt 12. Woher dieser Unfug kommt kann ich mir weiterhin nicht erklären. Eine Partei, die zwar nicht direkt für das Eintreten der Finanzkrise verantwortlich ist, aber genau denselben Weg weitergehen möchte, wie den der letzten zehn Jahre, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Es ist verwerflich, wenn man Banken auch weiterhin freien Lauf ohne Kontrolle gewährt, schließlich hängen da ganze Kontinente mit dran. Der Wahlwerbespot der Grünen veranschaulicht das ganz gut. Dieser Westerwelle spricht immer von "Leistung muss sich wieder lohnen", aber vor allem muss sich Menschlich sein wieder lohnen! Aber dass die FDP solche Ergebnisse einfährt liegt vor allem daran, dass sie seit 11 Jahren gar nichts mehr für dieses Land geleistet hat. Und das ist auch gut so!
Machen wir nun den Sprung zu den Linken. Auch hier gab es Zuwächse, was die Stimmenanzahl betrifft. Die Partei, die im Vorfeld Befürworter des Lissabon-Vertrags aus den eigenen Reihen ausgegrenzt hat, bekommt 7,5 Prozent. Die Linke ist zur Berichterstattung in diesem Blog derzeit aber so interessant wie ein Stück Brot.
Dagegen gibt es noch die Piratenpartei, die mit 0,9 Prozent freilich nicht nach Brüssel darf, aber das eigene Ziel um 0,4 Punkte übertroffen hat und derzeit vor allem den Grünen Wählerstimmen klauen. Wie sich das in Richtung Bundestagswahl entwickelt wird noch sehr spannend. Werden die Grünen jetzt noch netzpolitischer und wie wachsen die Piraten? Immerhin haben es die schwedischen Kollegen es mit Abgeordneten nach Brüssel geschafft. Den anderen Parteien wird es ziemlich egal sein, dass es dort von unten eine Bewegung in die Parlamente möchte, doch die Grünen werden sich nun intensiv mit den Wünschen und Ansichten der InternetnutzerInenn beschäftigen.
Es sind nun noch 111 Tage bis zum 27. September - dem Tag der Bundestagswahl. Was bis dahin passiert, wird sehr interessant. Vor allem bin ich jetzt auf die Lösungen der SPD gespannt. Und viel wichtiger: Wie lange gibt es diese Partei überhaupt noch? Die Partei muss sich definitiv erholen, damit es nicht für eine schwarz-gelbe Mehrheit reicht.
Die CDU setzt sich zwar als Gewinner der Wahl in Szene und vergisst dabei ganz offensichtlich, dass die eigene Partei auch 6,6 Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Europawahl einbüßen musste. Doch gesprochen wird darüber keinswegs, stattdessen wird der Tod der SPD erklärt und die Party zur Feier der schwarz-gelben Mehrheit im September geplant.
Nach dieser Europawahl steht eine Partei so schlecht da wie noch nie: die SPD. Bei der letzten Europawahl in 2004 haben sie unter der deutschlandweiten Hartz-IV-Debatte gelitten und kamen nicht über 21,5 % hinaus. Dass sie jetzt nochmal 0,7 Prozent verloren haben, war nicht nur für die Sozialdemokraten ein Schock. Mit solch einem schlechten Ergebnis war im Vorfeld der Wahl nicht zu rechnen. Die SPD wollte mit der Wahl der Europäischen Parlaments endlich mal wieder ein Zeichen setzen, doch dies misslang gründlich. Diskussionen über die Ausrichtung der Roten lässt der Parteivorsitzende Franz Müntefering aber nicht zu. Die ehemalige Volkspartei hat damit schon die dritte herbe Niederlage im Jahr 2009 eingefahren. Zunächst die erwartete Schlappe in Hessen, wo Thorsten Schäfer-Gümbel trotz eines engagierten Wahlkampfes keine Chance hatte, und außerdem das Nachsehen in Sachen Bundespräsidentenwahl. Das Wahljahr der SPD läuft momentan alles andere als gut. Die nächsten Bewährungsproben kommen schon im August, dann müssen sich die Sozialdemokraten bei den Landtagswahlen im Saarland und Thüringen beweisen. In dem kleinen Bundesland an der französischen Grenze wird es richtig spannend, wenn es dann gegen Oskar Lafontaine und seine Linke geht.
Die Gewinner der Wahl sind wieder die kleinen Parteien, was meine Ansicht, dass es in 20 bis 30 Jahren keine Volksparteien mehr geben wird, immer wahrscheinlicher werden lässt.
Die Grünen konnten zwar nicht so stark zulegen, allerdings ist es schon ein Erfolg, dass das letzte Ergebnis bestätigt werden konnte, nein, sogar so leicht überboten, dass es für einen weiteren Abgeordneten reicht. Damit sind die Grünen die drittstärkste Kraft und können hochmotiviert in die folgenden Wahlkämpfe gehen. Was mir besonders gut gefällt, dass es tatsächlich alle drei KandidatInnen der Grünen Jugend ins EU-Parlament geschafft haben. Gratulation geht dafür von mir an Ska Keller, Franziska Brantner und Jan Albrecht!
Außerdem haben die Grünen es offensichtlich wirklich geschafft zum ersten Mal in einer Metropolstadt die stärkste Fraktion zu stellen. In Stuttgart dürften sie nach jetzigem Stand der Dinge nämlich vor der CDU stehen. Aber nicht nur dort wurden starke Kommunalergebnisse eingefahren. Auch in Freiburg, Mannheim, Heidelberg, Mainz, Dresden, Leipzig ,Weimar, Magdeburg und Halle haben die Grünen starke Ergebnisse für sich verbuchen können.
Dennoch bin ich mir sicher, dass die Grünen noch einen halben Prozenzpunkt mehr geholt hätten, gäbe es die Piratenpartei nicht. Auch die Grünen haben einen Plan für Netzpolitik, jedoch ist das Profil der Piratenpartei natürlich noch netzpolitischer. Um das zu ändern muss die grüne Partei selber noch mehr in Richtung dessen tun. Dass sie im Bundestagswahlprogramm als einzige kleinere Partei ein Kapitel nur für Medien- und Netzpolitik hat, sagt schon einiges aus über die Bemühungen der Partei.
Was ich bei diesen Wahlen wieder nicht verstehe, ist, dass es Menschen gibt, die in ihre Wahlkabine gehen und ihr Kreuzchen bei der Partei "Die Finanzkrise" machen. Die von vielen BundesbürgerInnen auch "FDP" genannte Partei erreicht 11 Prozent und konnte damit 4,9 Punkte hinzugewinnen. Das bedeutet fünf Neoliberale mehr im EU-Parlament, also insgesamt 12. Woher dieser Unfug kommt kann ich mir weiterhin nicht erklären. Eine Partei, die zwar nicht direkt für das Eintreten der Finanzkrise verantwortlich ist, aber genau denselben Weg weitergehen möchte, wie den der letzten zehn Jahre, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Es ist verwerflich, wenn man Banken auch weiterhin freien Lauf ohne Kontrolle gewährt, schließlich hängen da ganze Kontinente mit dran. Der Wahlwerbespot der Grünen veranschaulicht das ganz gut. Dieser Westerwelle spricht immer von "Leistung muss sich wieder lohnen", aber vor allem muss sich Menschlich sein wieder lohnen! Aber dass die FDP solche Ergebnisse einfährt liegt vor allem daran, dass sie seit 11 Jahren gar nichts mehr für dieses Land geleistet hat. Und das ist auch gut so!
Machen wir nun den Sprung zu den Linken. Auch hier gab es Zuwächse, was die Stimmenanzahl betrifft. Die Partei, die im Vorfeld Befürworter des Lissabon-Vertrags aus den eigenen Reihen ausgegrenzt hat, bekommt 7,5 Prozent. Die Linke ist zur Berichterstattung in diesem Blog derzeit aber so interessant wie ein Stück Brot.
Dagegen gibt es noch die Piratenpartei, die mit 0,9 Prozent freilich nicht nach Brüssel darf, aber das eigene Ziel um 0,4 Punkte übertroffen hat und derzeit vor allem den Grünen Wählerstimmen klauen. Wie sich das in Richtung Bundestagswahl entwickelt wird noch sehr spannend. Werden die Grünen jetzt noch netzpolitischer und wie wachsen die Piraten? Immerhin haben es die schwedischen Kollegen es mit Abgeordneten nach Brüssel geschafft. Den anderen Parteien wird es ziemlich egal sein, dass es dort von unten eine Bewegung in die Parlamente möchte, doch die Grünen werden sich nun intensiv mit den Wünschen und Ansichten der InternetnutzerInenn beschäftigen.
Es sind nun noch 111 Tage bis zum 27. September - dem Tag der Bundestagswahl. Was bis dahin passiert, wird sehr interessant. Vor allem bin ich jetzt auf die Lösungen der SPD gespannt. Und viel wichtiger: Wie lange gibt es diese Partei überhaupt noch? Die Partei muss sich definitiv erholen, damit es nicht für eine schwarz-gelbe Mehrheit reicht.
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Nach vielen freizeitreichen Tagen z.B. in Hamburg und dem Wahlkampf für die Europa- und Kommunalwahl in Baden-Württemberg habe ich nun ein kleines Präsent mitgebracht: Hast du gerade eben tatsächlich wieder www.tagesschaum.blogspot.com in die Adresszeile getippt? Das muss doch nicht sein! Ab sofort ist das Ganze auch unkomplizierter möglich! www. tagesschaum.de reicht zukünftig vollkommen aus, um auf dieses Blog zu gelangen.
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