Samstag, 28. Februar 2009

Weinreich vs. Zwanziger

Der Sportjournalist und Blogger Jens Weinreich liegt seit einem gefühlten Jahr mit dem DFB, bzw. dessen Präsidenten Theo Zwanziger im Rechtsstreit. Dabei geht es darum, dass Weinreich den DFB-Boss in einem sportpolitischen Thema als "unglaublichen Demagogen" titulierte. Daraufhin wehrte sich der Fußballbund vor Gericht - allerdings erfolglos. Um die Sache zu erledigen veröffentlichte der DFB einfach eine Pressemittleiung, in deren Inhalt Zwanziger eine ausreichende Entschuldigung und Eingeständnis eines Fehlverhaltens seitens Weinreichs akzeptiert. Dies soll der Journalist über seinen Anwalt erklärt haben, doch diese Erklärung gab es nie. Der DFB arbeitet hier mit ganz fiesen Methoden. Es wird versucht die Presse- und Meinungsfreiheit abzuschalten. Außerdem werden dreiste Unwahrheiten in die Öffentlichkeit gebracht. Um den Blogger und Sportjournalist still zu bekommen, wird jetzt versucht ihn in einem Rechtsstreit zu erledigen. Weinreich hat jedoch Recht, aber damit er auch Recht bekommt brauch er unsere Hilfe! Aber das soll er Ihnen bitte selbst erklären. Am besten hier.

Donnerstag, 26. Februar 2009

Ich krieg die Krise

So langsam fängt sie an mich zu nerven. Ja, sie ist wie ein unsympathischer Nachbar, man sieht sich fast täglich, möchte eigentlich nichts über den anderen wissen und doch weiß man eigentlich alles. Natürlich behält der Nachbar hier und da etwas für sich, aber man will ja auch nicht alles wissen. Der Nachbar veranstaltet mal eine zu laute Grillparty, mal wirkt er wie ein Spießer mit seinem dicken Porsche. So richtig aus dem Weg kann man ihm nicht gehen, außerdem gibt es im Prinzip ja überall Nachbarn. Doch doch, die Finanz-/Banken-/Wirtschaftskrise nervt.

Bald existiert sie schon seit einem Jahr. Täglich hört und liest man von neuen Konzernen oder ganzen Branchen, die jetzt auch im Strudel der Krise sind. Kurzarbeit und Abwrackprämie haben das Zeug zum Wort des Jahres und staatliche Unterstützung kann weitaus teurer werden als der mickrige Hartz-IV-Betrag. Genau darüber mache ich mir schon seit einem halben Jahr meine Gedanken: Soll der Staat Geld geben? Wenn ja, wie viel und wem? Und überhaupt: Wieso, weshalb, warum? (Wer nicht fragt, ...)
Ich muss zugeben, dass Wirtschaft, respektive Wirtschaftspolitik, nicht mein Kernthema ist, aber Bundeswirtschaftsminister könnte ich offensichtlich trotzdem werden. Generell bin ich schon der Meinung, dass jeder mit seinem Geld machen darf, was er will. Das gilt für mich für jeden Einzelnen als auch für jede Bank. Ich bin mir sicher, dass nicht jede Bank Bullshit mit ihrem Geld treibt, deswegen habe ich diese liberale Grundeinstellung. Auch wenn eine Privatperson nicht mit seinem Geld umgehen kann und persönlichen Schaden anrichtet, ist das in Ordnung. Verkalkuliert sich aber eine Bank und zieht damit unschuldige Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen mit nach unten, muss der Staat eingreifen. Natürlich kann der Staat nicht bei jeder Kleinigkeit sofort aktiv werden, das sollte er auch gar nicht, denn dadurch würde im Endeffekt auch nur die Risikobereitschaft aussterben, welche für eine Volkswirtschaft, wie Deutschland eine ist, wiederum auch eine enorme Wichtigkeit hat. Doch wie soll der Staat bei Managementfehlern eingreifen? Und wo fängt ein Managementfehler an? Und vor allem: Soll das mit jeder kleinen Bank gemacht werden? Nur die Großen? Ist das gerecht? Es ist also sehr kompliziert, den Staat ins das Tagesgeschäft eingreifen zu lassen. Außerdem sieht man gerade an den Landesbanken, dass Vater Staat auch eher wie ein ungeliebter Stiefvater agieren kann; und nicht jeder mag auf den Stiefvater hören. Wie soll der Staat den Markt regulieren? Rating-Agenturen müssen reorganisiert werden, Hedgefonds verboten und Zertifikate umgestaltet werden. Das sind nur drei Punkte die mir im Kopf schweben.
Aber was macht man mit den Unternehmen, die jetzt wegen fehlender Kredite und ohne Schuld in die Pleite schlittern? Die derzeit zwei berühmtesten Fälle heißen Opel und Schaeffler. Bei dem traditionsreichen Automobilkonzern nennt sich das Problem General Motors und sitzt in Detroit, bei der Schaeffler Gruppe nennt sich das Problem Continental und sitzt in Hannover.
Opel brauch nach neuester Informationen ca. 5 bis 9 Milliarden Euro Staatshilfe. Direkt und offiziell um das Geld gebettelt wurde noch nicht, aber Roland Koch, Jürgen Rüttgers und Konsorten haben es vorsichtshalber schonmal angeboten. Da stand auf unseren Kalendern noch 2008. Ein Sanierungskonzept wird erst noch erarbeitet. Der Wegfall von Opel würde logischerweise mehrere Zehntausende treffen. Der Verlust von Arbeitsplätzen zwingt die Politik natürlich immer zu reagieren. Allerdings muss man die andere Seite betrachten: Die anderen Automobilhersteller wie BMW oder Daimler haben solche Probleme nicht. Sie werden durch staatliche Hilfe für Opel benachteiligt.
Was für mich vollkommen klar ist, dass wer Geld vom Staat will, den auch mitbestimmen lassen muss. Das bedeutet für mich einen zeitlichen Rahmen in dem der Staat ein Vetorecht für Entscheidungen hat, ansonsten gäbe es kein Geld. Und wenn General Motors da nicht mitspielt, weil die Vorgaben von deutscher Seite kommen, muss man nach einem Abnehmer für Opel suchen. Hier würde ich sogar einer finanziellen Unterstützung für den Abnehmer zustimmen, allerdings muss auch dieser nach den Spielregeln spielen. So verlange ich zum Beispiel aussschließlich energieeffizente Autos mit geringem Resourcenbedarf. Natürlich muss man in hohen Forderungen in solch eine Verhandlung gehen. Wenn das Geld bei Opel angekommen ist und der Konzern Jahre später Rekordgewinne einfährt, halte ich es für legitim wenigstens Teile der Unterstützung zurück zu verlangen. Zwei Dinge stören mich noch. Wenn man mal die ersten Milliarden ausgegeben hat, kann es gut passieren, dass weitere folgen. Das beste Beispiel ist hierbei wohl die Hypo Real Estate, die mit einer früherer Verstaatlichung sicherlich kontrollierter hätte unterstützt werden können. Die andere Sache ist die, dass ich dem Staat nicht vertraue. Wer soll Entscheidungen für ein Unternehmen treffen? Die Kanzlerin? Die Regierung? Der Bundesrat? Der Wirtschafts- oder Finanzminister? Der Bundestag? Ein bestimmter Vorstand? Die Deutsche Bahn mit Mehdorn demonstriert eindrucksvoll wie das nicht funktioniert, daher würde ich eine Geschäftsführung/Vorstand einsetzen, der von einem Aufsichtsrat und einem Bundestagsausschuss kontrolliert wird.
Dann gibt es da ja noch die Schaeffler Gruppe (im Original ohne ä). Da verhält sich die Sache meiner Meinung völlig anders. Wer inmitten einer Krise - und ja, die war zu diesem Zeitpunkt schon absehbar - ein Unternehmen kauft das mit 24 Milliarden € einen mehr als 2,5-fachen höheren Umsatz vorweisen kann und mit 145.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen doppelt soviele Menschen anstellt, der hat 6 Milliarden Euro nicht verdient. Auch hier würde ich das Geld nur freigeben gegen Auflagen, und zwar solche, die strenger sind als bei Opel. Eine Geschäftsführerin, die selber ein horendes Privatvermögen auf ihrem Konto hat, vor wenigen Wochen mit Pelzmantel auftrat und auch heute noch immer mit Designerschmuck vor die Öffentlichkeit tritt, hat keine Gnade verdient. Hier gilt für mich ganz klar nur dann eine staatliche Unterstützung, wenn diese bei geringem Gewinn mit Zinsen an den Staat zurück geführt wird und die Auflagen erfüllt werden. Das Verhalten der Geschäftsführerin halte ich für unverantwortlich und es macht mich stinkwütend.

Was am Rande noch gesagt werden muss: Wäre dieses Jahr kein Superwahljahr, wäre das Interesse an staatlicher Hilfe nicht so groß. Ziehen wir hier schnell das Beispiel Roland Koch heran. Der vor der Hessenwahl noch laut über Opel sprach. Jetzt spricht Rüttgers, aber ok, in NRW wird 2010 auch gewählt.

Mittwoch, 25. Februar 2009

Eine Diät

Jeder kennt diese Geschichten bei denen mensch nicht weiß, ob sie jetzt wahr sind oder nicht. Ist der Chef der Molkerei Müller tatsächlich in die rechtsradikale Szene verwurzelt? Ist Angela Merkel wirklich unsere regierende Bundeskanzlerin? Wählen Menschen in Zeiten der Finanzkrise wahrhaftig Gudio Westerwelle, die FDP, den Neoliberalismus und die Finanzkrise? Mensch weiß es nicht.
Was ich aber weiß ist, dass die folgende Geschichte einhundertprozentig wahr ist. Es handelt sich dabei um eine Frau und zwei Männer. Die Frau macht momentan eine Kohlsuppendiät, hat also gleichzeitig auch häufig Blähungen. Eines Tages ist sie dann zusammen mit ihrem Mann im Supermarkt Einkaufen, ihr Mann wartet allerdings im Auto auf sie. Während des Einkaus spürt die Frau ein körperliches Bedürfnis, sie muss unbedingt Furzen. Schnell sammelt sie ihre letzten Artikel zusammen, eilt zur Kasse, bezahlt und rennt zu ihrem Mann ins Auto. Dort lässt sie einen unglaublich lauten Furz los. In diesem Moment stellt sie fest: falsches Auto, falscher Mann! Sie springt aus dem Auto und läuft zum richtigen Auto, zum richtigen Mann. Dort setzt sie sich hinein und sagt: "Fahr los!". Dem kommt der Mann nach und fährt los. Als sie losfahren folgt der andere Mann mit seinem Auto, gibt Lichthupe und den Warnblinker. Die Frau will, dass ihr Mann einfach weiterfährt: "Halt bloß nicht an!". Ihr Mann meint aber, dass es ja wichtig sein könnte und stoppt die Fahrt. Der andere Mann steigt aus seinem Auto aus, läuft auf die Beifahrertür zu, klopft am Fenster und sagt: "Entschuldigung, Sie haben Ihre Tasche in meinem Auto vergessen."

Montag, 23. Februar 2009

Stolz wie Oscar

Wer die gestrige Oscar-Verleihung gesehen hat und am Samstag die Echo-Verleihung, der kennt jetzt auch den Unterschied zwischen dem deutschen und dem amerikanischen Fernsehen.
Die Oscar-Verleihung ging vier Stunden, davon war der Anfang groß, die Mitte anstrengend und das Ende wieder unterhaltsam und spannend, bei der Echo-Verleihung AUS DER O2-World BERLIN dagegen war alles die Mitte.
Die Idee die Oscars der Schauspieler von früheren Preisträgern verleihen zu lassen, indem sie eine persönliche Rede erhalten, war großartig und vielleicht eine der besten Ideen-bei-Preisverleihungen seit Jahren. Hugh Jackman machte seinen Job als Entertainer gut, auch wenn Jon Stewart als Komiker ein anderes Kaliber ist. Einer der Höhepunkte waren Ben Stiller und Natalie Portman als Laudatoren wie sie Joaquin Phoenix lächerlich machten, dabei trug Stiller Bart und Sonnebrille und sagte, er wollte nicht mehr lustig sein. Der Schauspieler, der Johnny Cash in Walk The Line zum Besten gab, möchte sich jetzt aus der Schauspielerei zurückziehen und lieber Hip Hop machen - was da jetzt besser ist. Ob das ganze ein PR-Gag ist oder echt, kann ich nicht beurteilen.
Ein anderer Höhepunkt, bzw. Tiefpunkt war der Oscar für Heath Ledger, bei dem ich gar nicht einschätzen kann, ob der jetzt verdient war oder nicht. Jedenfalls habe ich mir im Vorfeld die Frage gestellt, wer den Preis eigentlich entgegen nehmen wird. Im Endeffekt kam diese Aufgabe dann auf seine Familie zu.
Dann gab es noch eine Überraschung: Seit Tagen war es fast gemacht Sache, dass Mickey Rourke bester Hauptdarsteller wird oder zumindest Brad Pitt. Mit dem goldenen Mann in der Hand stand dann aber Sean Penn auf der Bühne, der damit nach 2004 für Mystic River seinen zweiten Oscar abholte.
Zu guter Letzt noch ein paar Sätze über Slumdog Millionaire; der Film des Abends. Acht Oscars ergatterte das Liebesdrama, in dem ein junger Mann sich bei Wer Wird Millionär bewirbt und alle Fragen beantworten kann, allerdings geht es ihm gar nicht darum. Naja, ich hab immer noch nicht verstanden um was es geht. Muss aber ein toller Film sein.

Kinostart ist am 19. März.

Mißtfelder

Philipp Mißfelder, seines Zeichens Chef der Jungen Union und Bundestagsabgeordneter, ist der Mann, der vor wenigen Tagen Eltern vorwarf, dass die Anhebung des Hartz-IV-Regelsatzes ein "Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie" bedeute. Beweise dafür hat er natürlich nicht. Woher auch? Laut Untersuchungen der Diakonie liegt der Missbrauch bei niedrigen 1,2 Prozent. Es geht hier nicht um die Kinder, es geht um den Philipp: seine Forderungen sind in der Öffentlichkeit.
Eine Debatte über Hartz-IV hat der Mann aus dem Ruhrgebiet angestoßen - was gar nicht so schlecht ist - leider nur die falsche. Es ist dringend notwendig, dass im Hause Deutschland über Hartz-IV diskutiert wird. Dann aber konstruktiv, nicht auf die arrogante Art wie Mißfelder vorgeht. Ich denke nicht dass Mißfelder schon mit zehn Hartz-IV-Empfängern gesprochen hat, geschweige denn sie besucht hat, um sich ihr Schicksal anzusehen. Solche Leute wie Mißfelder sind das eigentliche Problem der deutschen Gesellschaft. Nicht die Hartz-IV-Empfänger, Sozialbetrüger oder Zumwinkels schaden Deutschland. Menschen, die Hartz-IV zum Inbegriff der Faulheit und Betrügerei machen sind das Problem. Da hilft kein relativieren, das war ein erneuter Spatenstich eines Politikers in den Graben, der sich seit der Einführung von Hartz-IV zwischen Sozialhilfeempfängern und dem Rest entwickelt hat: Ein Graben der für Politikverdrossenheit und Unzufriedenheit sorgt.

Aber interessant ist es schon, dass aus der Ecke, die, mit Ausnahme der Finanzkrise, den freien Markt schützen möchte. Wo kämen wir auch hin, wenn Unternehmen nicht mehr frei entscheiden dürften für was sie Subventionen oder eben Staatshilfen ausgeben dürfen, oder? Nicht vorzustellen wo wir hinkämen, dürften Arbeitslose frei entscheiden, was sie mit ihrem Geld anfangen.
Die 1,2 Prozent, die das Geld tatsächlich nicht für das "richtige" ausgeben sind nahezu nichtig. Ich kenn da aber jemand anderes, der gibt ständig Geld aus für Dinge, die ich gar nicht will. Trotzdem geb ich ihm keine Gutscheine, nein, ich zahle Steuern an den Staat. Was der dann mit dem Geld macht darf ich nur alle vier Jahre indirekt entscheiden.
Dass Mißfelder bei seiner Argumentation bleibt, halte ich für vollkommen akzeptabel, es muss sich ja nicht jeder ständig von sich selber distanzieren. Dass er bei seinem Posten bleibt, halte ich für vollkommen inakzeptabel.
Was den Unsinn Mißfelders am besten skizziert, das veröffentlicht die Junge Union freundlicherweise gleich selbst, indem sie nämlich einmal einen Artikel aus der BamS anführt und einmal einen Kommentar auf welt.de. Bei diesen Publikationen, da bin ich natürlich gleich auf der Seite Mißfelders. Wenn BamS und Welt.de berichten ...

Samstag, 21. Februar 2009

"Das wichtigste vom Tag"

Ach Pro Sieben, du kannst so witzig sein:






Der Nachrichtenstand um 14 Uhr.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Wie man sich anzieht und lacht

Dieser Tage feiern ausgelassene Menschen Fasching, Fastnacht oder Karneval. Auch ich werde mich in Form eines Hasen in ein Kostüm wagen. Wer selber noch keines hat, dem hab ich hier ein paar Tipps:

Als Bahnchef:

Der Bahnchef arbeitete jahrelang an seinem Kostüm. Hier und da verschmutzte er seine weiße Weste. Mit ein paar inhaltlosen Sprüchen geben sie ihre Bekleidung sofort zu erkennen. Mit ein paar künstlichen Hautfetzen können sie Falten schön in ihr Gesicht einarbeiten. Wenn Sie auf Ihren Rücken noch groß "Privat" schreiben, sollte auch der Letzte ihr Kostüm verstanden haben.

Als Piusbruder:

Ganz wichtig ist dabei sich immer mit dem Rücken zu den anderen Partygängern zu drehen. Das erleichtert die Gestaltung des Gesichts sehr. Besorgen Sie sich einfach ein Betttuch, als Robe. Sollten Sie keine Bibel haben tut es auch der Koran oder Duden. Sollten sie all dies nicht im Schrank haben, können Sie sich auch einfach ein Norwegen-Trikot besorgen.

Als Schaeffler-Chefin:

Da werden Sie Freude an der Schminke haben. Schmieren Sie einfach alle möglichen Farben wahllos irgendwohin. Kaufen Sie von anderen Partygängern alle Getränke ab und verlangen später Unterstützung des Veranstalters. Dabei kann das herauspressen von Tränen hilfreich sein. Damit Sie auch optisch noch einen drauflegen, hängen Sie ein totes Tier um ihren Körper und werfen Geld durch den Raum.

Als Neoliberalismus:

Das ist einfach: Ziehen Sie einen lustigen Hut auf, schreien nach Steuersenkung und geben den Ärmeren nichts vom Bier ab. Den Guido nimmt ihnen jeder ab.

Mittwoch, 18. Februar 2009

E-Mail für mich

Ich habe an der Online-Aktion teilgenommen mit der man Bahnchef Hartmut Mehdorn seine Entlassung schicken kann. Habe mittlerweile sogar eine Antwort bekommen, bzw. eine Spam-Mail. Im ersten Teil lese ich eine Abwesenheitsnotiz, die restlichen Zeilen gibt es dann Werbung für Spezialangebote.

Dienstag, 17. Februar 2009

Und nun zum Wetter

Wer kennt sie nicht, diese Gespräche auf der Straße zwischen Mutter A und Mutter B, wie schlimm die aktuelle Wetterlage doch ist, oder wie schön.
Ich für meinen Teil habe eigentlich schon mit dem Ende des Winters gerechnet und jetzt hat er es mir nochmal so richtig reingedrückt. Mit Schnee, Glätte und Kälte. Ich will echt nicht mehr. Es ist genug. Ich will warm.

Samstag, 14. Februar 2009

Valentinstagfreie Zone

Hier ist die Valentinstagfreie Zone. Einfach mal die Seele baumeln lassen und an nichts Liebes denken.
























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Dienstag, 10. Februar 2009

Angriff auf Schäuble

Dem Wolfgang seine Webseite wurde offensichtlich gehackt. Ich gehe nicht davon aus, dass es einen großen Sinneswandel im Hause Schäuble gab.















Der Link führt dann auch genau dorthin.
















Der Hacker könnte Gudio Westerwelle aka "gewinner" sein.










Nachtrag, 23.28 Uhr:

Entgegen vieler Behauptungen hat sich die Situation auf der Homepage immer noch nicht geändert, bzw. hat sie sich nur insofern verändert als das www.wolfgang-schauble.de momentan vollkommen überlastet ist. Es wundert mich gar nicht, dass Schäuble keine vielen Besucherzahlen erwartet.
Bis dann auch die lieben Mainstream-Medien von dem Hackerangriff auf Schäuble a) gehört und b) berichtet haben, kann es nur noch Stunden dauern. Planmäßig soll schon morgen gegen 14 Uhr eine Eilmeldung über den Ticker laufen.
Nachtrag, 8.47 Uhr:Gegen halb 9 war die Internetseite des Bundesinnenministers immer noch "besonders".Innerhalb von wenigen Sekunden Stunden haben auch die Mainstream-Medien von dem Hacker-Angriff auf Wolfgang Schäuble berichtet. Erster war die taz, allerdings funktioniert der Link auf den Blogeintrag nicht. Und so Mainstream ist ein Blogeintrag ja auch nicht. Der Preis für die bis jetzt lustigste Überschrift geht dennoch an die Jungs und Mädels aus Berlin. Mit "Bei Schäuble hackt's" bewiesen sie Orginellität und Witz. Herzlichen Glückwunsch!

(via Twitter)


Haeusler trifft Müller

Mein Vater, als früheres Junge Union-Mitglied, hatte mal die Gelegenheit den saarländischen Ministerpräsidenten der CDU, Peter Müller, zu treffen und ihm sogar die Hand zu schütteln. Mehr als 20 Jahre später sitzt eben dieser Müller in den Berliner Spreeblick-Büros und führt ein lockeres Gespräch mit Johnny Haeusler, das einen mal wieder große Fragezeichen in den Kopf schießen lässt: Warum werden Talkshows bei uns von Beckmannchristiansenkernerwillillner moderiert?

Peter Müller, aus dem Bundesland, das in den Nachrichten bei Waldbränden gerne als Vergleichsfläche dient, habe ich kennen gelernt, wie ich ihn davor noch nicht kannte und werde jetzt noch genauer auf den Saarland-Wahlkampf schauen, der dank Heiko Maas (SPD), Oskar Lafontaine (Die Linke) und natürlich Peter Müller (CDU) dieses Jahr der spannendste seiner Landtagsart wird. Mit einer netten und offenen Art entgegnete der CDU-"Rebell" den Fragen des Spreeblickers, eine Art, die es so bei Beckmannchristiansenkernerwillillner nie gäbe.
Dass Peter Müller die Landtagswahl vorgezogen hat, um sie zeitlich von der Bundestagswahl zu trennen, ist trotzdem immer noch Verschwendung von Steuergeldern, obwohl das Bundesland schon in einer finanziellen Misere steckt.

Das Interview aus Berlin-Kreuzberg gibt es hier.

Montag, 9. Februar 2009

CSU - Den Tätern auf der Spur

Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Wilhelm Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg ist der volle Name des neuen Bundeswirtschaftsministers, und nicht der Bild-Chefreakteur, an den keine großen Hoffnungen gestellt dürfen. Er fungiert wohl (hoffentlich) lediglich als Übergangslösung, wobei gerade dies fatal ist. Die Union hat schon vor vier Jahren bei der Ernennung dieses Postens einen gravierenden Fehler begangen, einen Fehler, der nun an der schon viel gescholtenen CSU-Kompetenz kratzt. Damals war der bayerische Trachtenverein noch unter Führung von Edmund Stoiber. Eben dieser Herr, der mittlerweile Leiter einer EU-Arbeitsgruppe zum Bürokratieabbau ist, trägt auch heute noch einen großen Teil der Schuld. Schließlich war er es, der durch sein Hin und Her mit Berlin und München für viel Verwirrung und Ärger sorgte. Im Januar 2007 verkündete der ehemalige Ministerpräsident Bayerns seinen Rückzug, der Anfang vom Ende war allerdings schon im Herbst 2005 als die neue Bundesregierung zusammegestellt wurde. Der Neue, der für Außenpolitik steht, soll jetzt inmitten einer Weltwirtschaftskrise dieses Amt übernehmen. Das ist als würde man einen Veganer zum Metzger schicken. Das beweist die Wirtschaftsinkompetenz der Union.
Die CSU muss noch viele Altlasten Stoibers tragen. Und fängt jetzt an Seehofers zu sammeln.
Ob die Christlich-Soziale Unordnung es bei den Europawahlen am 7. Juni über die 5-Prozenthüre schafft
Den Schlusspunkt dieses Beitrags setzt heute der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende, der zu Guttenberg-Ernenner, wie ich die Entscheidung vielsagender nicht hätte beschreiben können:
"Ich bin auch mal gespannt."

Berichtigung, 11. Februar 2009:
Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Wilhelm Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg ist eben doch nicht der volle Name des frischen Bundeswirtschaftsministers. Ein Witzbold kam auf die Idee einen Wikipedia-Eintrag so zu verändern, dass der Name Wilhelm auch noch dabei ist. Er dachte sich wohl, dass das wohl keiner merken würde und so war es. Das eigentlich Interessante dabei ist jedoch, dass ... Ach, was ich mir die Mühe, wenn das Bildblog von Stefan Niggemeier und Stefan Niggemeier von Bildblog schon ausführlich darüber geschrieben haben.

Und es hat Zoom gemacht

Letzte Woche ging das höchstinteraktive Internetangebot des neuen Freitags ans Netz, welcher sich jetzt derFreitag nennt (ja, ich finde das ganz toll) und trotzdem donnerstags kommt. Dass erinnert mich spontan daran, dass ich vor Jahren als kleiner Junge immer dachte, Die Welt würde in allen Sprachen gedruckt. Dagegen ist man heutzutage ja schon froh, wenn man sie überhaupt irgendwo versteht. Aber zurück zum Thema.
Mit viel Motivation und einer großen Portion guter Kritik geht das selbsternannte "Meinungsmedium" an den Start. Zum Beispiel kann man seine Ansichten dort mit Blogs und Kommentaren verbreiten, besonders gute Beiträge können es sogar in die Printausgabe schaffen. So sieht es auf der einen Seite aus.

Auf der anderen vermeldete das Internetnachrichtenportal Zoomer.de seinen Rückzug. Aus ökonomischen Gründen sei dieses Angebot nicht weiter zu stützen, heißt es in der Mitteilung. Als die Nachricht kam, dass die Onlineauftritte von Tagesspiegel, Zeit und Zoomer redaktionell zusammengefasst werden, war dieses Ende schon absehbar.
Bei Zoomer.de konnten die Leserinnen und Leser der jüngeren Zielgruppe die Artikel bewerten und somit selbst entscheiden, welche Themen wichtig und welche unwichtig sind. Gemacht habe ich das nie. Mir war das Angebot von Anfang an suspekt. Die Artikel kamen einfach nicht an andere Onlineauftritte heran. Um im Internet hole ich mir meine Nachrichten eh von heute.de und Konsorten. Die Idee war gut, die Umsetzung nicht. Dass derFreitag mehr auf Meinungen denn Nachrichten geht, könnte für ihn ein großer Vorteil sein. Ob das reicht, wird spannend zu sehen sein.

Sonntag, 8. Februar 2009

Glos im Hals (2)

Zwei Bilder, die eigentlich alles sagen. Das eine aus 2006, das andere aus 2008.




















Gestern bat der CSU-Bundeswirtschaftsminister Michael Glos um seinen Rücktritt. Das unorthodoxe daran ist, dass er das nicht bei seiner Vorgesetzten, Angela Merkel, tat, und dass er eben bat. Im Normalfall würde sich ein Minister hinstellen, schlicht und ergreifend sagen: "Ich trete zurück!". Doch dies tat Glos nicht. Mit dieser Masche wollte er etwas ganz anderes erreichen, nämlich Aufmerksam- und Dankbarkeit. Die ganze Krise über wird er auch aus den eigenen Reihen immer wieder kritisiert, er gäbe demnach eine schlechte Figur neben Peer Steinbrück ab. Mit diesem Schritt sucht er das Vertrauen aus dem Kabinett.
Es war nie ein Geheimnis, dass Glos nicht unbedingt ins Wirtschaftsministerium wollte. Die Aufgabe nahm er dennoch an.
Horst Seehofer, sein Parteivorsitzender, lehnte den Rücktritt einfach ab, Merkel zog nach. Dass Glos bis zur Bundestagswahl im Ministerium ist allerdings auch nicht zu erwarten. Hinter den Kulissen kursieren schon Namen möglicher Nachfolger, dabei bringt sich der CSU-Schatzmeister Thomas Bauer ins Gespräch. Wo Merkel und Seehofer an ihre Verantwortung denken ist mir rätselhaft. Beide können nicht ernsthaft einen lustlosen Bundeswirtschaftsminister durch die gravierende Wirtschaftskrise schleifen. Kompetenz war sowieso nie der zweite Name von Glos. In seiner jetzigen Amtszeit fällt er lediglich durch Anti-Klimaschutzpolitik auf. Ein Glos der geht, ist ein guter Glos und würde mit dieser Amtshandlung endlich mal ein Stück weit Kompetenz beweisen. Eine Kompetenz, die Seehofer und Merkel offenbar fehlt.

Die Europawahlen könnten dank Glos wieder ein Spaß werden, der an die Bayernwahl erinnert.

(Fotos: NRhZ-Archiv | AP)

Samstag, 7. Februar 2009

Glos im Hals

Dass Michael Glos sein Amt niederlegen möchte, ist das beste Kunjunkturpaket für Deutschland. Doch was macht Herr Seehofer? Er blockiert. Lass den alten Mann doch gehen!

Mittwoch, 4. Februar 2009

Meine Leitplanke

Gefühlte zehn Jahre habe ich sie gehegt und gepflegt. Bin mit ihr durch dick und dünn gegangen; hab sie im Freibad liegen lassen; mein Hund hat sich mit ihr vergnügt. Immer mal wieder in anderen Variationen durfte ich sie tragen, mit anderen Farben und anderen Logos drauf. Hatte jedes Jahr fast zwei Hände voll Termine; habe Stunden im Wartezimmer verbracht, dabei grauenvolle Stern-Berichte gelesen, noch grauenvollere Bunte-Artikel. Doch heute kam sie endlich heraus: meine Zahnspange. Ich hatte zunächst jahrelang eine lockere dieser Art, deren Aufenthalt dann aber nach Verwürfnissen mit dem behandelnden Arzt beendet wurden. Danach wechselte ich den Kieferorthopäden, und der gab mir eine feste. Zu Beginn hieß es, es könne drei bis vier Jahre dauern. Einen Monat vor dem dreijährigen Jubiläum wurde sie mir schon entfernt. Es war eine anstrengende, aber auch schöne Zeit. Sie hat es verdient, dass ich ihr eine kleine Hommage widme. Mit dem Titel: Meine Leitplanke.

Wir haben gemeinsam gelacht, wobei ich immer verzweifelt versucht habe dich zu verstecken. Natürlich hat das nie geklappt, doch ich probierte es wieder und wieder. Das hast du mir nicht übel genommen, schließlich haben meine Interdentalbürste und ich mich abends sorgfältig um dich gekümmert. Besuche bei McDonalds waren anstrengend, weil ich auch nach dem eigentlichen Essen noch ein paar Happen zu futtern hatte. In den ganzen drei Jahren bist du nie in den Genuss gekommen das Geräusch des Apfelbisses zu hören, immer war das Obst schon in Stücke geschnitten, damit auch ja nichts Vermeidbares geschieht. Nicht allen Frauen warst du egal, aber so ist das nunmal: sie kommen und gehen. Und jetzt muss ich ganz ohne dich auskommen, ohne dein funkeln, ohne deinen Schutz. Was mir bleibt, sind nur die Erinnerungen an eine schöne Zeit.
Ach du, wir beide hatten eine nette Zeit.1


1Nett ist die kleine Schwester von scheiße.

Dienstag, 3. Februar 2009

Ein Mehdorn im Auge

Gegen 15 Uhr ging die Meldung über den Ticker. Twitter und Blogs berichteten darüber, dass Markus Beckedahl von netzpolitik.org eine Abmahnung von Deutsche Bahn im Briefkasten hatte. Markus veröffentlichte das Memo des Berliner Landesdatenschutzbeauftragten, welches Netzpolitik anonym zugeschickt wurde:
"Gespräch mit der Deutschen Bahn AG über die Geschäftsbeziehungen des Unternehmens mit der Network Deutschland GmbH am 28. Oktober 2008"
Laut der DB-Rechtsabteilung verstößt Markus gegen §17 Abs. 2 Nr. 2 UWG bzw. §§ 823 Abs. 1 und 826 BGB. Aus demselben Dokument zitierten auch viele Zeitungen einzelne Passagen, demzufolge haben sie das Memo ebenfalls vorliegen. Auf Deutsch: Verrat von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen. Doch warum erreicht andere Redaktionen nicht so ein Brief? Vielleicht halten die Juristen der Bahn netzpolitik.org für zu schwach und haben vergessen, dass dahinter eine ganze Sphäre steht. Innerhalb von wenigen Stunden hat sich eine Riesenwelle entwickelt, die bis in die Mainstream-Medien schwappte. Die Deutsche Bahn initiiert hier eine Zweiklassenmedienschaft. Die Frage ist nun, ob Markus sich auf die Pressefreiheit berufen kann oder nicht. Außerdem stelle ich mir noch die Frage, wieso es einen Unterschied macht, ob das ganze Memo veröffentlicht wird oder nur Teile es werden.
Die Deutsche Bahn hat sich schon jetzt den kleinsten Gefallen getan und sollte gemeinsam mit dem Vatikan schleunigst die PR-Abteilung wechseln. In Zeiten in denen Rücktrittsforderungen an den Vorstand gehen, sollte man nicht mit Meinungsverbot glänzen. Das Memo hätten ohne die Abmahnung lediglich die regulären Leser von Netzpolitik gelesen, dagegen haben jetzt auch Menschen außerhalb dieses Blogs einen Blick auf das Dokument geworfen. Damit wären wir dann beim Streisand-Effekt angelangt, welcher nichts mit den Alben "Guilty" oder "Stoney End" zu tun hat. Markus Beckedahl hat erklärt, er werde die Unterlassungserklärung der Deutschen Bahn nicht unterschreiben, damit lässt er sich auf einen möglichen Rechtsstreit ein.
Ob die DB sich dieser Promotion auch hergeben möchte, wo doch alle Oppositionsparteien dem Blogger Unterstützung zusagten, ist unwahrscheinlicher als fraglich.

Die Deutsche Bahn hat sich ein Eigentor geschossen. Dass Hartmud Mehdorn immer noch im Sturm mitspielen darf ist eine politische Frechheit. Mal sehen ob es bei der Deutschen Bahn so läuft wie bei der Borussia aus Mönchengladbach.

Julia Seeliger führte ein erstes Interview mit Markus Beckedahl und Robin Meyer-Lucht nennt die DB den neuen DFB.

(Bild: Reuters)

Montag, 2. Februar 2009

Tatort: Discount

Es war wohl gar nicht so dumm, dass sich die Presseabteilung des Lidl-Konzerns nicht laut über den hervorragenden Ludwigshafener Tatort mit Ulrike Folkerts von gestern empört hat. Ansonsten wäre die Aufmerksamkeit noch größer gewesen und geworden als die ohnehin schon starken 8,72 Millionen Zuschauer vor den Fernsehgeräten. Ausgenommen davon sind die zahlreichen Tatort-Public-Viewing-Veranstaltungen - das macht der wahren amerikanischen Bedeutung auch alle Ehre. Zudem berichteten eigentlich alle Medien über die Ludwigshafen-Folge. Der gesellschaftskritische Krimi handelt von den Arbeitsverhältnissen denen sich die Mitarbeiter der fiktiven Discounterkette "Billy" aus Existenzgründen beugen müssen. Selbstverständlich wurde in den 90 Minuten nicht explizit auf Lidl eingegangen. Der Vergleich liegt aufgrund des einen oder anderen Skandals freilich nah. Den naheliegenden Slogan "Billy ist billig" sah ich übrigens nirgends. Wie die Geschäftsführer und Gebietsleiter seine Mitarbeiter unter Druck setzen, zeigt ein Satz wie dieser:
"Du darfst dein Glück auch bei Aldi, Lidl, Netto, Penny oder Hart IV versuchen."
Um nicht auf den Verdacht der Schleichwerbung zu kommen, wurden einfach mal alle Ketten genannt. Arbeitnehmer, die einen Betriebsrat fordern werden mit Vorwand, z.B. Geldentwendung aus der Pfandkasse, entlassen oder eben mit Testkäufern zu den entscheidenden drei Abmahnungen gejagt. Natürlich kann ich nicht beurteilen wie nah die gezeigten Situationen an die Realität herankommen, dennoch ist davon auszugehen, dass diese Umgangsformen in Teilen Realität sind.
Ärgern wird sich dennoch vor allem die Führung von Lidl, schließlich verbindet man schlechte Arbeitsbedingungen als erstes mit dem Neckarsulmer Konzern. Deswegen verstecken sich viele Konsumenten auch hinter Aldi, Netto oder Penny, obwohl nicht ernsthaft davon auszugehen ist, dass es dort bessere Bedingungen gibt. Es sollte jedem Kunden als Abrschreckung dienen, dass Mitarbeiter so behandelt werden. Trotzdem werden auch heute wieder zahlreiche Kunden die diversen Märkte besuchen. Mit einem ganz einfachen Grund: Es ist günstig. Als Konsument müssen wir uns klar sein, dass hinter dem billigen Preis auch billige Arbeitsbedingungen sind und dennoch ist es logisch, dass man auch zukünftig aus wirtschaftlichen Gründen nicht jeden Besuch im Discounter vermeiden kann. So ist das eben mit dem Preis und der "sozialen Marktwirtschaft".
Ob der Umsatz nach dem Skandal vor einem Jahr gesunken ist, weiß ich gar nicht. Dass der Konzern Lidl alles dagegen getan hat, dass das nicht so ist, ist sein gutes Recht und hat er auch getan. In den Filialen werden kleine Prospekte mit PR-Gesülze ausgelegt, neue, schöne und freundliche Farben genutzt, eine riesengroße "Lidl lohnt sich"-Kampagne aufgezogen und ein überaus pathetischer Werbespot dazu geschaltet. All das um den Stern-Bericht und viele Diskussionen vergessen zu machen. Viele Wir haben das nicht vergessen, aber verdrängt.

(Bild: SWR/Krause-Burberg/Tatort-Fundus.de)


Nachtrag, 14.27 Uhr:
Das passt doch wunderbar dazu.

Sonntag, 1. Februar 2009

Offizielle Frühlings-Unterschriftenliste

Heute ist der 1. Februar und damit haben wir schon 1/12 Jahr überstanden. Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich Schneeflocken, wenn ich rausgehe ist es verdammt nochmal kalt und wenn ich die 16-Tage-Wettervorhersage lese, werde ich vollends frustriert. (Natürlich wird ab Tag 5 gewürfelt.) Ich bin in gewisser Weise ein Klimawandelkind und frage mich: "Erderwärmung, wo bist du!?"

Ich setze mich hiermit jetzt offiziell für den Beginn des Frühlings ein. Unten in den Kommentaren befindet sich jetzt eine Unterschriftenliste für den Frühling! Nicht für die Erderwärmung, denn die gibt es beim FDP-Mitgliedsantrag. Die fertige Liste wird an den Weltklimarat oder so gesendet.

Bilderbuch















Das hab ich ganz vergessen. Werbung im Hauptbahnhof Dortmund.

Terror vom Terror

Alle Monate wieder verbreiten das Bundeskriminalamt, der Verfassungssschutz und in Person Wolfgang Schäuble Angst und Schrecken. Die aktuelle Version:
"Wir müssen eine neue Qualität feststellen, die zeigt, dass Deutschland unter den Zielländern der Terroristen weiter nach vorne gerückt ist."
Die Aussage klingt unglücklicherweise etwas stolz, soll aber daran erinnern, dass es jeden treffen kann sobald er das Haus verlässt und in die U-Bahn steigt. Ich gehe davon aus, dass es früher oder später zu einem Terroranschlag in Deutschland kommen wird. Allerdings glaube ich nicht, dass es etwas bringt, wenn man die Bürger stetig daran erinnert. Doch das Ziel ist klar: Die Angst soll die Bürger dazu animieren, auch zukünftig die bürgerunrechtlichen Ideen der CDU zu verstehen.
Man muss davon ausgehen, dass Deutschland von einem Anschlag nicht verschont bleibt. Wenn man einen Anschlag verüben möchte, können auch Sie, Superheld Mr. Schäuble, das nicht verhindern. Das ist sie, die knallharte Wahrheit, Mr. Schäuble.